Polen


In Polen nahmen dieses Jahr wieder zwei Schulen aus der Woiwodschaft Ermland-Masuren an der Kampagne teil. So war der Gesamtschulkomplex in Wydminy mit den 4ten und 8ten Klassen dabei, sowie eine Gruppe in Giżycko am Jugendzentrum für Soziotherapie.

 

Die Schülerinnen und Schüler zeigten alle großen Enthusiasmus für die Green Footprints Campaign. Sie entwickelten zahlreiche Ideen zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit und setzten diese eifrig auch in und mit ihren Familien um. Damit steuerten die 84 Kinder aus  den beiden Schulen mindestens 2.210 Kindermeilen zum Gesamtergebnis bei. 

 

Eine der Lehrerinnen scherzte, dass sie mit gutem Gewissen Fußabdrücke für jedes Kindes in der Schule zählen könnten, da sie alle in den vergangenen Jahren schon mal Teil der Kampagne waren und immer einige ihrer neuen klimafreundlichen Gewohnheiten beibehalten - beispielsweise weil sie verstanden haben, wie viel Spaß Freizeitaktivitäten  ohne elektronische Geräte machen können. 



WYDMINY

 

 

Offiziell haben dieses Jahr  in Wydminy die Klasse 4a sowie die älteren Jahrgänge (Klasse 8) – insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler – an der Aktion teilgenommen. Es schlossen sich jedoch ganz spontan noch weitere Personen an. Da sie diese Aktivitäten schon seit einigen Jahren regelmäßig durchführen, scherzen sie bereits, dass eigentlich die gesamte Schule daran beteiligt ist – "schließlich kämpfen wir um jeden grünen Fußabdruck" sagte die Lehrerin.

 

Nach Abschluss der Aktion freuen sie sich jedes Mal über die guten Gewohnheiten, die die Schüler*innen beibehalten.

 

 

 

 



In diesem Jahr haben sie das Projekt Zoom mit der Fahrradprüfung verbunden.

Die 4. Klasse hat ihre Prüfung erfolgreich abgelegt und dafür das Jugendverkehrsschul-Gelände (Miasteczko Ruchu Drogowego) genutzt. Nun dürfen die Schülerinnen und Schüler offiziell mit dem Fahrrad fahren, was ihnen riesige Freude bereitet.

Es hat sich gezeigt, dass Radfahren ein toller Spaß und eine große Attraktion ist.

 






Die älteren Klassen haben einen Film für die jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler vorbereitet, der zeigt, wie man sich sicher im Straßenverkehr verhält. 
Außerdem werden darin die Verkehrsschilder erklärt, sowie die Bedeutung von reflektierenden Elementen bzw. Reflektoren thematisiert – eine Investition, an der man keinesfalls sparen sollte.

 

 





Das Thema Energieeinsparung stieß dieses Jahr auf so großes Interesse, dass die Schülerinnen und Schüler begannen, die Wetterbedingungen sehr aufmerksam zu beobachten, um genau zu beurteilen, ob das Licht in der Schule wirklich eingeschaltet sein muss. Mehr noch: Sie schafften es sogar, andere Lehrkräfte dazu zu bewegen, den Unterricht ins Freie zu verlegen!

 

Die älteren Schülerinnen und Schüler initiierten zudem gemeinsame Aktivitäten in den Pausen: Sie spielten mit den jüngeren Kindern, zeigten ihnen Bewegungsspiele sowie Tanzschritte und ermutigten sie auch in ihrer Freizeit mehr nach draußen zu gehen.

 

Die Schüler der vierten Klasse wurden sich bewusst, dass Dinge, die für sie zum Alltag gehören, für andere Menschen einen echten Luxus darstellen: Frische Luft, landwirtschaftliche Betriebe, heimische Milch und Eier oder Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.

 









GIZYCKO

 

Auch in Gizycko gab es wieder zahlreiche Aktivitäten im Rahmen der Aktion „Grüne Meilen“, bei denen sich die Jugendlichen aktiv für den Klimaschutz und die Förderung eines umweltbewussten Lebensstils engagiert haben. Somit haben die 34 Kinder und Jugendlichen dieses Jahr stolze 1560 Klimameilen beigetragen.

 

Im Laufe des Projekts setzten sie sich mit Themen wie Energiesparen, Kauf regionaler Produkte oder dem Schutz unserer Umwelt auseinander. In verschiedenen Unterrichtseinheiten und Gesprächen haben sie nicht nur theoretisch gelernt wie nachhaltiges Handeln im Alltag umgesetzt werden könnte, sondern dieses auch selbst praktisch ausprobiert.


Ein wichtiger Bestandteil der dortigen Aktionen waren Wanderungen und Radtouren, die nicht nur die Nutzung umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel fördern, sondern auch die Freude an Bewegung in der Natur stärken.

 

Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen einer gesunden Ernährung und der Bedeutung regionaler sowie saisonaler Lebensmittel – eine leckere Pizza mit Tomaten aus dem eigenen Garten ist gut fürs Klima und die Kinder ;-)






Verantwortung für Mensch und Umwelt:

Viele Aktionen standen unter dem Motto „Wasser – die Quelle des Lebens“: die Wasserqualität bestimmen, gemeinsam Angel gehen und ein Besuch bei der Wasserschutzpolizei samt Wiederbelebungstraining standen auf dem Programm.

 

Doch damit nicht genug: die Kinder und Jugendlichen haben auch selbst Verantwortung für die Umwelt übernommen, in dem sie z.B. eine Radtour mit einer Müllsammelaktion an einem See verbunden haben.







Zusätzlich haben sie geholfen Laub zu rechen, so dass dieses in der Kompostanlage wieder zu guter Erde werden kann für den eignen Gemüseanbau. 

 

 

Alles in Allem haben sie gelernt, dass kleine alltägliche Entscheidungen einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

 

Die Lehrerin schrieb uns: „Wir sind stolz darauf, dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit großem Engagement an den Projekten mitgewirkt haben und so wertvolle Erfahrungen für ein nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln sammeln konnten.“